gals ist die japanische Aussprache fuer girls
übersetzt bedeutet der Satz soviel wie „wir lieben Mädchen, aber wir lieben Karl“
stellt jetzt bitte keine Fragen ich schreib noch den passenden post dazu
gals ist die japanische Aussprache fuer girls
übersetzt bedeutet der Satz soviel wie „wir lieben Mädchen, aber wir lieben Karl“
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stressig
meine Japanischkenntnisse haben sich nicht wirklich weiterentwickelt, wenn nicht eher das Gegenteil
aber davor noch über japanische Krankenhäuser klagen
oder
„aber das Hotel war klasse“
…habe in nächster Zeit viel zu tun.
Deswegen werde ich wohl nicht zum Schreiben kommen, aber ich werde auf alle Fälle schon mal die Überschriften veröffentlichen, damit ich nicht vergesse was ich schreiben wollte, ok?
ach ja kann mir mal jemand veraten wie ich die Fotos verkleinern kann. Momentan verbrauchen sie zuviel Platz und deswegen kann ich nicht mehr posten oder besser gesagt: ohne Fotos will ich nicht posten
An dieser Stelle muss ich noch was nachträglich über meine Ferien einfügen.
Am 25. 12. bin ich mit einer befreundeten Japanerin namens Miyuki(mit der ich auch auf einer Bounenkai war; meine Familie kennt ja die Fotos, nich), einem ihrer Freunde und Bogyeoung einer meiner Freundinnen aus meinem Programm essen gegangen.
Natürlich wurde im Laufe des Abends bei Gelegenheit auch gebratener Reis mit Natto serviert. Ich war an dieser Stelle etwas skeptisch. Denn bisher hab ich es soweit es ging, es vermieden Natto essen zu müssen. Warum? Natto ist berühmt-berüchtigt bei Ausländern wegen seines Geschmacks(bääh!), seiner Konsistenz(igitt!) und seines Geruchs(uägh!). Bei Natto handelt es sich um gesäuerte Sojabohnen und ich hatte schon so viele fiese Nattostories gehört; schon bevor ich nach Japan kam. Und erst recht seitdem ich hier lebe, was mich natürlich nicht wirklich ermutigte Natto zu essen. Oft wurde ich ge
fragt, ob ich Natto mag und ich konnte nur kopfschüttelnd sagen: わからない(ich hab keine Ahnung) . Mir wurde aber darauf immer wieder gesagt, das selbst Japaner(ca. 50%) kein Natto mögen. Natto stinkt, zieht Fäden beim essen und sieht aus wie Erbrochenes, soll aber wahnsinnig gesund sein(wer’s glaubt wird selig, hah!). Hierzu ein Foto:
Also da saß ich nun – kurz davor meine Natto-Jungfräulichkeit zu verlieren - und sagte mir nur „irgendwann muss ich es ja wohl probieren“ und zur Sicherheit fragte ich auch noch Miyuki, ob das Natto hier gut sei. Die Antwort war: „ja“
Also los und reingeschoben. Bloß den Geruch ignorieren und ich muss sagen – ihr werdet’s kaum glauben…
es war gut. Mir hat es geschmeckt. Ok, es war zwar nicht gerade berauschend おいしい, aber es war nicht ekelhaft oder so. Man kann es essen. (Zur Sicherheit hab ich mir am nächsten Tag noch ne Natto-Sushirolle gekauft und es war der selbe Effekt). Ich meine ich mag es, wenn Essen Fäden zieht(bin ich wohl von Käsespätzle gewöhnt) und den Geruch kann man ignorieren.Was den Geschmack angeht, kann ich mir den nicht erklären. Entweder lebe ich schon zu lange in Japan und habe mich schon an die einheimischen Geschmacksrichtungen gewöhnt oder weil mir Sojabohnen schon immer geschmeckt haben und diese Form nicht großartig anders ist. Absolut keine Ahnung.
Ich bin sehr stolz auf mich. Denn damit kann ich etwas was die meisten nicht können: Natto essen
und ich kann mir natürlich ein Lächeln nicht verkneifen, wenn Japaner auf meine Natto-Antwort reagieren: EEEEHHHH????!!!!!!!!
Nun möchte ich an dieser Stelle auf meine Keiteki-Erfahrung zurückkommen. Was ist Keiteki? Keiteki ist das Männerwohnheim meiner Universität, dass etwas abgelegen auf dem Campus steht oder eher dahinsiecht. Es wurde in den 60ern oder 70ern während der Studentenproteste von den Studenten befreit und steht seither unter studentischer Kontrolle. Sehr zum Leidwesen des Gebäudes. Es handelt sich hier wohl gemerkt um männliche studentische Kontrolle und japanische Männer sind nicht unbedingt für ihr selbständiges Leben berühmt. Die Studenten machen dort, was sie wollen. Ich war nur einmal dort und wollte das Gebäude danach nicht mehr betreten und ich war nur in der Eingangshalle. Es gibt eine Menge Stories die sich um das Keiteki ranken. Zum Beispiel sollen die Studenten in der Eingangshalle in Geitas Volleyball spielen und Parties mit Lagerfeuer veranstalten. Die Wände sind mit Graffitis beschmiert… naja, sagen wir mal mit Bildern und Schriftzügen. Bevor ich nach Japan kam wurde mir sogar erzählt, dass dort einmal ein Amerikaner eingezogen und am selben Tag wieder ausgezogen sein und danach die Universität verklagt haben soll. Seitdem hat der Ausländertrack eine regelmäßige Putzkolonne. Letztens hab ich erzählt bekommen, das Firkolasensei, der Leiter unseres Programms, angeblich, bevor die Hustep-Studenten kamen, eine ein Putzkommando ins Keiteki geschickt haben soll.
So, ich war aber nun in den japanischen Teil eingeladen und somit würde ich auch ganz tief in das japanische Herz des Keiteki vordringen. Es war es allemal wert. Es hat seinen Charme, aber ich bin sehr froh, dass ich ins Ausländerwohnheim gekommen bin und nächstes Jahr soll ich in ein brandneues Wohnheim umgesiedelt werden.
Meine Uni hat wohl den größten Campus in Japan, aber auch diese kleine, traurige Berühmtheit. Denn ich habe gehört, dass das Keiteki in ganz Japan bekannt sei, aber nicht unbedingt wegen der Partys.
2 oder 3 Tage vor Neujahr wurde ich zu einer Nabe Party eingeladen und wir fuhren zum Keiteki. Wir schafften es irgendwie die zu gemüllten Gänge zu passieren und die Küchen zu ignorieren. Wir hielten uns dann in einen Raum auf, ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das der Gemeinschaftsraum gewesen ist oder einfach ein Zimmer das keine Tür mehr hatte und das aus ursprünglich zwei Räumen bestand, deren Trennwand eingerissen wurde. in diesem Raum waren 3 versiffte Matratzen, 3 Fernseher, 2 Kotatsu. eine Couch, ganz viele Bücher und Konsolen. Am Besten hat mir aber der Spruch an der Wand gefallen, der besagte: „I live between life and death – but i live“. Der Abend war aber an sich recht nett, jedoch war ich froh wieder zu Hause zu sein.
Hierzu Bilder :
(http://de.wikipedia.org/wiki/Japanisches_Neujahr#Otoshidama)
Es ist der 31.12. Panisch versuchte ich noch den Rest meiner Wäsche zu waschen und zu ordnen, bevor ich mich aufmachte, das neue Jahr zu begehen .
Ich und andere Studenten aus meinem Austauschprogramm hatten nämlich eine Einladung von unserer Kunstlehrerin erhalten.
Also machten wir uns gegen 8 Uhr auf den Weg und trafen pünktlich gegen 9 ein. Sie hatte ein riesiges Apartment zusammen mit ihrem Mann, das sehr luxuriös wirkte. (übrigens ihre Tochter hat einen Deutschen geheiratet und wohnt nun in München. Deswegen kann sie auch ein bisschen Deutsch)
So verbrachten wir nun den Abend zusammen, aßen und lachten. Wir haben klasische toshikoshisoba-Nudeln gegessen, die immer an diesem Tag gegessen werden, weil sie langes Leben verleihen sollen, da sie so lang sind. Danach haben wir uns auf dem Weg gemacht, um am Schrein zu beten und am Tempel die Glocke zu leuten.(Anm.: In Japan gibt es 2 Hauptarten religiöser Einrichtungen: Schreine und Tempel. Schreine sind shintoistischer und Tempel buddhistischer Natur) Natürlich haben wir uns zu spät auf den Weg gemacht, so dass wir uns Punkt Zwölf noch in den Katakomben der U-Bahn befunden haben auf unseren Weg zur Oberfläche.
Wir haben dann den Schrein doch noch erreicht und nachdem wir uns hinter eine lange Schlange Wartender gestellt haben, habe ich dort gebetet. Für was verrate ich an dieser Stelle nicht. Danach habe ich mir dort ein enma, ein omikuchi und einen Talisman gekauft.
Dann ging es zum nächsten Tempel um die Glcke zu läuten. Nachdem wir uns angestellt haben war ich an der Reihe. Ich klatschte und verbeugte mich, schritt zur Glocke setzte mein Vorhaben, die Glocke so laut wie möglich zu schlagen, in die Tat um. Danach gab der Priester mir eine Karte mit derAufschrift, das ich der soundsovielte war und sagte zu mir „good Job“ und formte mit seiner Hand das für Japaner typische Maru-Symbol das für richtig steht. Ich konnte natürlich nicht widerstehen ein Paar Fotos zu machen und bin auch noch in den Tempel gegangen, wo mir eine interessant gekleidete junge Dame mir Neujahrsgebäck überreicht hat.
Ach ja ! Apropos Feuerwerk: Nada. Da war bei mir tote Hose und in der ganzen Stadt
Dann nach Hause und schlafen. Denn um 7:30 Uhr wollten wir nach Furano aufbrechen, um Ski zu fahren. Mein erstes und vorläufig letztes Mal bis der Arzt mir was anderes sagt…